Ein kleiner Selbstlernkurs zum Thema Immunsystem

© 2009 Hans-Dieter Mallig (hdm)
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Impfungen
a) Aktive Immunisierung
Bei der aktiven Immunisierung laufen genau die Vorgänge ab, die du bereits bei der erworbenen Immunität kennengelernt hast. (In der Abbildung rechts  wird das Vorhandensein von Antikörpern durch den Blick in eine Lupe dargestellt. In Wirklichkeit kann man Antikörper aber nicht mit einer Lupe nachweisen.)  Lediglich die Auslösung dieser Vorgänge ist bewußt verursacht worden. Dabei werden aber, damit man nicht erkrankt, keine gefährlichen Krankheitserreger gespritzt (siehe links), sondern, nach einem bestimmten Impfplan, harmlose Verwandte des Erregers, abgetöte Erreger oder Bruchstücke von solchen Krankheitserregern. Diese Partikel können die Krankheit nicht auslösen, sind in ihrem Bau dem krankmachenden Erreger aber so ähnlich, dass die daraufhin produzierten Antikörper auch den gefährlichen Erreger verklumpen können und somit unschädlich machen. Nach einiger Zeit (und je nach Erreger weiteren Impfungen) sind in den Körperflüssigkeiten Antikörper gegen den Krankheitserreger und auch Gedächtniszellen zu finden.
Aktive Impfungen führt man gegen gefährliche Krankheitserreger durch, die nur schwer durch Medikamente zu bekämpfen sind oder bei der Erkrankung mögliche bleibende Schäden verursachen können. Man impft nicht aktiv, wenn man erkrankt ist, sondern in gesunden Zeiten zur vorausschauenden Vorbeugung gegen eine mögliche Infektion in der Zukunft. Die aktive Impfung hält je nach Erreger und Impfstoff einige Jahre bis manchmal ein ganzes Leben. (Auskunft im speziellen Fall gibt dein Arzt.)

b) Passive Impfung


Eine passive Impfung ist angebracht, wenn einem keine Zeit mehr für eine aktive Impfung bleibt. Dies ist z.B. der Fall bei dem Verdacht, sich gerade mit einem gefährlichen Erreger infiziert zu haben.
Dazu spritzt man der Person (Abbildung rechts) ein Serum mit fertigen Antikörpern gegen diesen Erreger. Wo nimmt man jedoch diese Antikörper her? Man hat sie sich vorher von einem anderen Säugetier produzieren lassen, das man mit dem Verfahren der aktiven Impfung nach einem festen Impfplan  immunisiert hat. (Abbildungen links).

Einem der immunisierten Tiere entnimmt man Blut  und trennt das Serum mit den Antikörpern ab. 


Dieses Serum mit den isolierten Antikörpern spritzt man der zu impfenden Person (rechts). 
Passiv impft oder immunisiert man bei Verdacht auf eine mögliche Infektion, einer  plötzlichen ungeplanten aber zwingenden Fernreise in ein Land, in dem eine Schutzimpfung dringend geboten ist oder  zur Unterstützung der Behandlung einer Erkrankung durch einen gefährlichen Erreger. Der Impfschutz hält bei der passiven Immunisierung leider nur Wochen bis Monate an, da keine eigene Antikörperproduktion mit Plasmazellen und Gedächtniszellen der so geimpften Person erzeugt werden konnte und die gespritzten Antikörper nach und nach wieder abgebaut werden.

Vergleiche die Eigenschaften von aktiver und passiver Immunisierung in Form einer Tabelle auf einem Blatt Papier. 

Du kannst einen Lückentext am Bildschirm ausfüllen und überprüfen, ob du das Thema Impfen verstanden hast.

Mit einem Quiz-Trainer kannst du testen, was du inzwischen gelernt hast.


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